Mit Agraringenieur Joachim Zimmermann, dem Organisten der Melanchthongemeinde, führte Martin Schwindt ein Interview, das wir hier gekürzt wiedergeben.

Herr Zimmermann, wie kamen Sie zum Orgelspiel? Mit 7 Jahren bekam ich erste Klavierstunden. Sie wurden ergänzt durch Musiktheorie beim damaligen Bezirkskantor Ernst Wacker. Dieser hat Interesse am Orgelspiel geweckt. Ab meinem 11. Lebensjahr erhielt ich bei ihm Orgelstunden. Mit 13 Jahren habe ich dann begonnen, regelmäßig Gottesdienste zu begleiten - zunächst auf dem Harmonium bei den 14-tägigen Frühgottesdiensten der Melanchthongemeinde im Saal des Timotheus-Vereins. Im Übrigen: Für einen Musiker, der im persönlichen Glauben an Jesus Christus lebt, liegt der Weg zur Kirchenmusik nahe.

Klappt die Abstimmung mit dem Liturgen immer? Wenn man die Lieder für den Gottesdienst erst am Vorabend bekommt, führt das gelegentlich zu mangelnder Vorbereitung und lässt vermuten, dass dem Liturgen an einem guten Zusammenwirken wenig liegt oder dass er dieses für zu selbstverständlich hält. Kleinere Pannen gibt es immer wieder auf beiden Seiten, wobei diese nur von den wenigsten Gottesdienstbesuchern bewusst wahrgenommen werden.

Was macht Ihnen als Organist am meisten Freude? In einer großen, leeren Kirche auf einer guten Orgel im Dunkeln zu spielen und sich damit einzig auf die Klangwirkungen im Raum einzulassen.

Haben Sie neben dem Orgel-, Klavier- und Tenorhornspiel sowie dem Jazz noch andere Hobbys?
Neben der Musik betätige ich mich als Gärtner, Imker, Bergwanderer, Jogger und Radfahrer.